Der Lauf der Welt ist nicht immer,
wie er scheint. Neben der lauten, sichtbaren, in den
Medien verkündeten Geschichte gibt es da eine zweite,
verborgen vor der Welt. Dies hatte vor drei Generationen
Piotr Demianowitsch Ouspensky, Petersburger Journalist,
auch schon erkannt. Er schrieb: "Eine Geschichte geht
vorbei und wird voll und ganz sichtbar, und genau
gesagt, ist es die Geschichte des Verbrechens,
denn wenn es keine Verbrechen gäbe, würde es auch
keine Geschichte geben. Alle wichtigsten Wendepunkte
und Schauplätze dieser Geschichte sind von Verbrechen
gekennzeichnet: Morde, Gewaltakte, Raubüberfälle,
Kriege, Aufruhr, Massaker, Folterungen, Hinrichtungen.
(...) Die andere Geschichte ist die Geschichte, die
nur wenigen bekannt ist. Sie wird von den meisten
überhaupt nicht hinter der ‚Geschichte der Verbrechen'
wahrgenommen. Aber was von dieser verborgenen Geschichte
hervorgebracht wird, existiert lange Zeit nachher,
manchmal mehrere Jahrhunderte hindurch." Es ist die
geheime, die esoterische Geschichte der Welt. Sie
ist verantwortlich dafür, daß die Welt jeden Tumult
und Schrecken überlebt, stets neu aufersteht und nicht
zum Fraß der ‚Höllenhorden' wird, die die Menschheit
tagtäglich neu entfesselt.
Es ist im Grunde die Geschichte der guten Ursachen,
des unerschütterlichen Glaubens an die Höherentwicklung
und Errettung der Welt - ein Glaube, der zu heiligen
Taten führt, zu beispielhaften Leben, zur verkörperten,
tätigen Hoffnung, daß das ‚Paradies auf Erden' nicht
nur eine Utopie, sondern tatsächliche, wenn auch vielleicht
ferne Zukunft dieser Menschheit ist.
Die Helden dieser Geschichte tauchen manchmal hell
aus den Jahrhunderten empor, dann wiederum wirken
sie im Dunkel der Geschichte, und trotzdem für das
Licht der Welt. Denn mögen wir ‚aufgeklärten' Menschen
des Westens uns auch von dem übervölkerten katholischen
Heiligenhimmel abgewendet haben, weil wir genug haben
von Reliquienknochen auf pompösen Altären und bluttriefenden
Märtyrergeschichten, so hat es dennoch stets ‚Heilige'
gegeben - Menschen, die in grauer Vorzeit als Wächter
zum Planeten Erde kamen, die einer älteren Evolution
entstammen und daher unsere ‚älteren Brüder und Schwestern'
sind.
Und wie das so ist mit älteren Geschwistern: Sie haben
(auch) die Aufgabe, ihre jüngeren Geschwister anzuleiten
und zu lehren. Und so kamen sie immer wieder - einige
als Religionsgründer, andere als ‚Heilige', als bedeutende
Philosophen, als große Könige und als furchtlose Erschließer
neuer Welten. Die ganze Geschichte der Menschheit
hindurch gab es denn auch bei den Menschen diesen
Glauben an eine höhere Autorität. "Der Glaube an die
Meister der Weisheit, denn so müssen wir sie wohl
nennen, ist ein wichtiger, wenn auch zu gering geachteter
Bestandteil jeder größeren Religion", konstatiert
Adrian G. Gilbert in seinem Buch Der Stern der
Weisen - Das Geheimnis der Heiligen Drei Könige.
Die Reise der drei Weisen aus dem
Morgenland
Gilbert vermutet, daß die drei Weisen einer geheimen
Bruderschaft angehören. Er ist auf der richtigen Fährte.
Tatsächlich gehörten sie zu jenen ‚Älteren Brüdern',
die seit langem über die Menschheit wachen. Lesen
wir die Erinnerung eines der drei Weisen: "Die Reise
nach Bethlehem war nicht so glamourös, oder so schön,
wie sie heute beschrieben wird. Und die ‚drei heiligen
Könige' reisten nicht angenehm in großen Karawanen
voller Macht und Reichtum. Wir gesellten uns zu ihnen,
das stimmt, denn Reisende durchquerten damals die
großen Einöden selten alleine, und wir waren noch
fleischlich. (...) Ich schloß mich einer Karavane
an, um einem Stern zu folgen, in der Hoffnung, einen
Christus zu finden - und ich wurde für meine Mühen
belohnt! Wir hatten die Himmel für viele Jahre
studiert, jeder in seinem Land. Wir hatten keine Verbindung
zueinander, und jeder fühlte, als die kosmische Konstellation
auf einen bestimmten kosmischen Augenblick hinwies,
fühlte, daß die Zeit der Heimsuchung gekommen war,
und jeder verließ die relative Sicherheit seines Heims,
um einem Stern zu folgen - was mit Opfern, Leiden
und sehr viel Spott von seiten unserer Landsleute
verbunden war. Ich habe die Sterne und Planeten immer
geliebt. Sie sind alle an ihren Platz gestellt und
verkörpert durch eine Göttliche Intelligenz; jeder
sein Licht beitragend zur Herrlichkeit des Firmaments,
und es ist nicht einer unter ihnen, der im Orbit eines
anderen leben möchte. (...) Orion steht heute genauso
vor dem Anblick des Menschen, wie er vor Jahrhunderten
stand, als ich aufwärts durch die dunkle Nacht blickte,
um meinen Weg durch das Wüstenland zur Höhle von Bethlehem
zu finden.
Es gab Nächte, in denen der Himmel von Wolken bedeckt
war... Ich ging jeden Schritt dieses Weges, dem Stern
folgend, und Ich kann euch mit Vertrauen und Glauben
versichern, die in meine eigenen Energien eingebaut
sind, daß es die Investition jedes Elektrons aus dem
Herzen der Gegenwart wert war, den Körper in Richtung
auf diesen bescheidenen Ort in Bethlehem zuzubewegen.
Ich erinnere mich gut an den Führer jener Karawane,
welcher Pilger aus verschiedenen Teilen der Welt akzeptierte,
die ihre Stärken vereinen wollten, und dann, nachdem
das Ziel erreicht war, wieder ihre verschiedenen Wege
gingen. In der Schule, in der ich Astronomie studierte,
gab es um die vierzig Eingeweihte, mit welchen ich
mein Leben und meine Studien teilte. Neun von ihnen
entschieden sich, mit mir zu kommen, um dem Stern
nach Bethlehem zu folgen, doch acht kehrten um - verängstigt
über die Gefahren, die uns drohten auf dem Weg, und
die der Karawanenführer ihnen beschrieb.
Ich erinnere mich so gut, wie schroff dieser Führer
war, und wie ich damals dachte, daß er von sehr herzloser
und grausamer Natur sei. Doch dem war nur so, weil
mein bewußter Verstand nicht ahnte, was vor uns lag.
Ich hatte keine Erinnerung an die Wüste, das Ödland
und an die Härten der Natur, welche die schwache physische
Form des Menschen würde aushalten müssen. Er war tatsächlich
ein roher Mann, und, um es vorsichtig zu sagen, ein
ungehobelter, und er sprach eine außerordentlich grobe
Sprache. Er fragte jeden von uns, ob wir ein Messer
bei uns trügen, und jemand fragte ‚Warum'? Er antwortete,
‚Es ist besser, an einem Messerstich zu sterben, als
in der Wüste zu verdursten, falls du Schwäche zeigen
solltest, denn wir können nicht anhalten; wir müssen
weiter reiten!'
Einige von uns, inklusive jene acht, welche einverstanden
gewesen waren, mich zu begleiten, verließen die Schar.
Er sah sich genau an, was wir mit uns trugen. Er bestand
darauf, daß jene, die zu viele weltliche Güter bei
sich hatten, ihre Kamele (oder ihre Pferde) entluden,
und die Güter durch Trinkwasser ersetzten. Es gab
viel Gemurre, denn der Handel kostbarer Güter versprach
viel Geld, Zinsen und Belohnung. Einige gab es, die
ihre weltlichen Güter in den für das Wasser vorgesehenen
Häuten versteckten. Sie waren es, die schließlich
in der Wüste starben. Er fragte uns, ob wir unter
den damals üblichen seidenen Gewändern einen Schutz
gegen die Hitze der Wüstensonne trügen, ansonsten
müßten wir leiden, da wir uns unerbittlich vorwärts
bewegten. Viele andere Dinge wurden verlangt; er war
erbarmungslos in dieser Disziplin. Jene, welche sich
an seine nicht sehr sanften Ratschläge hielten, verblieben
in der Karawane bis zum Ende, während die Knochen
der anderen, weniger Disziplinierten unter einer noch
viel erbarmungsloseren Wüstensonne bleichen!
Noch in diesem Augenblick kann ich, durch die Zeitalter
hindurch, den Ruf des Führers hören, wie er das Signal
zum Aufbruch gab. Von Gruppe zu Gruppe erscholl der
Ruf! Die spöttischen Kamele erhoben sich auf ihre
widerwilligen Beine, die feurigen Pferde kauten am
Gebiß als das ‚Ho!' ‚Ho!' ‚Ho!' des Führers in unseren
Herzen und unserem Geist widerhallte...".
Geistiger Vater der Möwe
Jonathan
Nette Geschichte, mögen Sie nun sagen, aber warum
erzählt sie uns das? Weil ich deutlich machen will,
daß jene großen Geister, die immer wieder auf die
Erde kamen, um der Menschheit eine Tür zu öffnen,
einen Pfad zu zeigen, ein Ziel zu geben, nicht nur
einfach sanfte, friedliche, weltabgewandte Naturen
waren, sondern daß sie alle von außerordentlichem
Mut, außerordentlicher Tapferkeit, außerordentlichem
Gehorsam dem Höheren gegenüber waren - Eigenschaften,
die immer in der Qualität des Glaubens wurzeln.
Denn im Augenblick, da sie physische Gestalt annahmen,
waren auch sie nicht mehr allsehend und allwissend,
mußten sie genau dieselben Hindernisse überwinden,
wie es zehn Milliarden Lebensströme auf Erden Leben
für Leben für Leben tun müssen. Den Pfad zu gehen
war noch niemals leicht, und wer sich nur an den süßen
Dingen des Lebens laben möchte, sieht besser davon
ab, ihn zu betreten.
"Die meisten Möwen begnügen sich mit den einfachsten
Grundbegriffen des Fliegens, sind zufrieden, von der
Küste zum Futter und zurück zu kommen. Ihnen geht
es nicht um die Kunst des Fliegens, sondern um das
Futter. Jonathan aber war das Fressen unwichtig, er
wollte fliegen, liebte es mehr als alles andere auf
der Welt."
Sind Sie auch ein Jonathan? Eine Möwe, durchdrungen
von einem höheren Ideal, beseelt von der Liebe dazu
und angefeuert von einem unbeugsamen Willen, so hoch
zu fliegen, wie die Flügel nur tragen? Dann lernen
Sie hier jenen ‚Älteren Bruder' der Menschheit kennen,
der auch Richard Bachs wunderschöne Geschichte von
der Möwe Jonathan unerkannt inspirierte! Kuthumi
ist sein Name. Er wurde erstmals in der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts offenbart, ebenso wie seine Identität.
Während zahllosen Jahrhunderten war es nicht erlaubt
gewesen, so nah und unverschleiert an die Menschheit
heranzutreten, doch damals, als die 150jährige Vorbereitungszeit
für das Wassermannzeitalter, das Zeitalter des Glaubens
begann, durften die mystischen Lehrmeister der Menschheit,
auch Meister der Weisheit genannt, sich uns endlich
wieder zu erkennen geben.
Madame Blavatskys Lehrmeister
Wer war er? Laut Helena Petrowna Blavatsky (siehe
ZS 17) wurde er als ein Brahmane in Kaschmir geboren
und als junger Mann nach Europa geschickt, um eine
westliche Ausbildung zu genießen. Unter anderem studierte
er am Magdalene College in Oxford, das etwas
außerhalb der Stadt liegt und umgeben ist von einem
arkadischen Garten, in dem sich Rehe tummeln. Natürlich
lebte er dort nicht als ‚Kuthumi' (damals oft ‚Koot
Hoomi' geschrieben), welches sein mystischer Name
ist, sondern unter seinem äußeren Familiennamen. Als
er nach Asien zurückkehrte, beherrschte er die englische
und die französisch Sprache perfekt.
Aus seinem Lebensweg sind nur einzelne Bruchstücke
bekannt. So entzieht es sich völlig unserer Kenntnis,
wie er dazu kam, zu einem der ‚Mahatmas' (‚große Seele')
genannten Adepten zu werden, und seinen Wohnsitz nach
Tibet zu verlegen. Wir begegnen ihm erstmals, als
Alfred Percy Sinnett, der 1840 in England geborene
Herausgeber der damals in Allahabad (heute Pakistan)
erscheinenden, führenden indischen Zeitung Pioneer
die gerade in Indien weilende Madame Blavatsky fragt,
ob sie in der Lage wäre, einen von ihm verfaßten Brief
an die geheimnisvollen Brüder der transhimalajischen
Bruderschaft zuzustellen. Auf normalem Postweg war
dies natürlich unmöglich, erstens, weil keine Postverbindungen
über die Achttausender des Himalaja hinweg bestanden,
und zweitens, weil man auch die Anschrift der Brüder
nicht kannte. Blavatsky besaß jedoch einige außergewöhnliche
Fähigkeiten, in die Sinnett Hoffnungen setzte. Er
selbst war ein Mann weitreichender Interessen mit
einem offenen, fragenden Verstand, darüber hinaus
ein guter Zeitungsmann.
Sinnett hatte in England einigen spiritistischen Sitzungen
beigewohnt und war fasziniert gewesen von den dargebotenen,
nach den Gesetzen der Physik ‚unmöglichen' Phänomenen.
Sein Interesse wuchs noch, als er im Winter 1877/78
das Buch Isis entschleiert von Blavatsky las. Als
Sinnett 1879 dann in den Zeitungen die Nachricht sah,
daß Blavatsky mit ihrem Gefährten Oberst Olcott in
Bombay eingetroffen sei, schrieb er unverzüglich an
Olcott, er möchte Madame Blavatsky gerne kennenlernen.
Erfahren Sie in unserem Artikel des weiteren, welche
Pläne die Mahatmas mit der Gründung der Theosophischen
Gesellschaft verbunden hatten, und weshalb ihr Ansinnen
scheiterte. Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren
dieser hohen Eingeweihten, erfahren Sie, wo und wie
sie lebten, und was genau ihre geistige Aufgabe an
der Menschheit war.
Ausserdem erfahren Sie kaum bekannte Details aus zwei
Verkörperungen des Meisters Kuthumi, die uns westlichen
Menschen sehr bekannt und ans Herz gewachsen sind:
So war Kuthumi in einem früheren Erdenleben einer
der größten Gelehrten des antiken Griechenlands, den
man noch heute als ‚Vater der westlichen Wissenschaft'
ehrt. Kuthumi verkörperte aber auch den wohl am meisten
geliebten und verehrten Heiligen der katholischen
Kirche, dem Jesus vor etwas mehr als siebenhundert
Jahren aufgetragen hatte: "Baue meine Kirche neu."
- Und genau das macht Kuthumi noch heute, wenn auch
in einem weit größeren Rahmen als einst. Nicht ohne
Grund wird er heute der ‚Weltlehrer' genannt. Was
es mit diesem Titel auf sich hat, erfahren Sie ebenfalls
in unserer Druckausgabe der ZeitenSchrift!
[Ausgabe Nr. 41 bestellen]
Hier gelangen Sie zur Artikelübersicht der Ausgabe 41.
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Lesen Sie den
vollständigen, 16 Magazinseiten umfassenden Artikel
in unserer Ausgabe
Nr. 41.